Die nächsten Tage waren dann wieder normal arbeiten. Die Arbeitsweisen der Kollegen besprechen, mit den kulturellen Eigenheiten kämpfen und viele tolle Gespräche geführt. Es ist jedes mal schön dort zu sein und zur Verabschiedung kommen wieder alle zusammen, es wird eine Rede gehalten und wir werden ganz offiziell verabschiedet. Es sind die kleinen Gesten die mich beeindrucken.
Mein Koffer war gepackt, ein paar Einkäufe hatte ich noch im Koffer untergebracht, aber dann kamen die Kollegen und haben mir noch ganz viel mit gegeben. Gut, dass ich in der Business Class zwei Handgepäck Stücke mitnehmen kann.
und dann ging es auch schon zum Flughafen, Check in, Gepäck aufgegeben und ab in den Flieger.
Über den Indischen Ozean ging es wieder nach Dubai. Nach ein paar Stunden waren wir dann wieder fast über Land.
Und dann ganz viel Sand und Wüste unter uns.
und dann ist Dubai durch das Fenster zu sehen, auch der Burj Khalifa ist zu erahnen.
Der Flughafen Dubai ist mal wieder beeindruckend. Groß und luxuriös und dann geht es auch schon in der Flieger, einen Airbus A380, nach Frankfurt.
Wir fliegen in die Nacht
und als wir in Frankfurt ankommen, ist es schon dunkel. Jetzt nur noch den Zug erwischen und dann zuhause ankommen. Eine anstrengende, aber tolle Geschäftsreise geht zu Ende.
Sonntag, unser freier Tag, Ausschlafen und dann mit den Kollegen einen Ausflug machen. Es ging nach Mahabalipuram, einem Ort etwa 40km südlich von Chennai mit vielen archäologisch interessanten Tempeln. Für die Fahrt haben wir gut eine Stunde gebraucht und das, obwohl die Straße sehr gut ausgebaut ist und waren erst am Nachmittag da.
Das Relief heißt Arjunas Penance und stellt die Geschichte Kiratarjuna aus dem Mahabhartha Epos dar. Elefanten und Menschen. Überall stehen Infotafeln in drei Sprachen, Hindi, Tamil, Englisch. Bei den ersten beiden Sprachen muss ich passen.
Dann geht es weiter zu Krishnas Butterball, einem Granitblock der auf einer abschüssigen Stelle absolut sicher steht. Die englischen Kolonialherren wollten ihn aus Sicherheitsgründen Anfang des 20. Jahrhunderts entfernen, aber der Stein hat sich nicht bewegt und liegt heute noch da.
Natürlich ist so ein Stein Anziehungspunkt für viele interessante Bilder, besonders wenn die Perspektive passt, sieht es so aus, als ob man den Felsen auf Schultern trägt… Ich habe ihn einfach in einer Hand gehalten.
Dann ging es weiter, denn auf diesem Gelände sind noch viele weitere Tempel.
Der nächste Tempel ist Ganesha Ratha ist Siva gewidmet. Er ist aus dem Granit Felsen herausgeschlagen.
Zwischen den Tempeln geht es über Treppen weiter nach oben, zwischen üppiger Vegetation und einigen direkt aus dem Stein gehauenen Tempeln. Die Kollegen haben nur gemeint, dass man die besser nicht so genau anschauen sollte, denn viele Fledermäuse und ihre Hinterlassenschaften sind in diesen Tempeln… Gut dass der Geruch nicht im Internet und Bildern übertragen wird.
Wir nähern uns der höchsten Stelle, die Sonne nähert sich schon sehr dem Horizont und der Staub in der Luft lässt sie wunderbar rot erscheinen. Und dann kommen wir zu einem unvollendeten Tempel, dem Royagopuram
Alles ist aus Granit geschlagen und die Details sind beeindruckend. Wie der Tempel wohl ausgesehen hätte, wenn er fertig geworden wäre?
Zu dem Leuchtturm kommen wir noch, können aber nicht mehr hoch, weil er um 17 Uhr schließt und wir leider ein paar Minuten zu spät sind. Ein Kollege ist da ganz froh darüber.
Und dann ist da natürlich die Natur, die so üppig wächst. Dieser große Baum ist ein Neem Baum und als meine indischen Kollegen erklären wollten, war er alles kann habe ich sie überrascht, weil ich Neem Baum Öl aus der Gärtnerei meiner Eltern kenne und über die hilfreichen Eigenschaften gut bescheid weiß. Klugscheißer sterben eben nie aus.
Der nächste aus dem Stein geschlagene Tempel und oben auf dem Fels ein Turm und ehemaliger Wachturm.
Gleich gehen wir da hoch und genießen die Aussicht. Der Weg führt über eine in den Felsen geschlagene Treppe rund herum hoch.
und wenn man von Oben runterschaut, sieht es dann so aus
Aber der Blick in die Ferne ist auch ganz hübsch. Am Horizont, im Dunst ist das Meer zu erkennen.
und damit haben wir diesen Tempelbezirk verlassen und wollten weiter zu den Pancha Rathas. Unser Fahrer holt uns ab muss natürlich auf andere Verkehrsteilnehmer aufpassen.
Kurz vor Sonnenuntergang sind wir bei den Pancha Rathas angekommen und am Kassenhaus wurde uns gesagt, dass in 15 Minuten geschlossen wird, also mussten wir im Eiltempo durchlaufen und anschauen, was ging.
Zum Schluss kam ein Offizieller und hat uns freundlich aber bestimmt rausgeworfen… zurück ins Auto und dann ging es im Dunkeln zum Tempel am Strand. Zum Strand selber sind wir nicht, aber wir konnten das Meer im Dunkeln sehen, die Lichter entlang des Ufers und das Rauschen hören.
und dann waren wir am Tempel angekommen. Im Dunkeln wunderbar angestrahlt und so viele Menschen die ihn besuchen. Es ist auch einer der ältesten Tempel im Süden von Indien.
Es ist zwar erst halb acht, aber so nah am Meer ist es nach Sonnenuntergang einfach gleich Dunkel.
Es hieß, dass es noch eine Lightshow geben soll. Die kam nicht, aber die Beleuchtung des Tempels so im Dunkeln fand ich schon toll genug. Und vor allem waren so viele Menschen da.
Und damit ging unser Ausflug auch schon fast zu Ende. Wir sind noch durch die verschiedenen Stände in der Nähe geschlendert und haben geschaut, was es hübsches gibt. Allerlei interessante Souvenirs und auch viel Krimskrams.
Auf dem Rückweg haben wir noch bei einem Imbiss angehalten und ich habe mich auf die Empfehlungen meiner Kollegen verlassen. Frisch gepresster Granatapfel und Orangensaft. Extrem lecker. Eine kurze Raucherpause für die Kollegen und dann waren wir schon auf dem Weg zurück ins Hotel.
Wir sind von Mittwoch bis Mittwoche geflogen und hatten so ein Wochenende, an dem wir nicht in die Arbeit mussten. Und der Samstag wurde gleich genutzt für ein Teamevent – nicht nur die Kollegen die für mein Team arbeiten, sondern alle die für uns arbeiten waren eingeladen und so waren wir etwa 90 Personen im Blue Lagoon Beach Resort in der Nähe vom Strand.
Baden ist an diesem Strand verboten, da es gefährliche Unterströmungen gibt also bin ich wieder zurück ins Resort und habe die üppige Vegetation bestaunt.
Und ein Blick ins Resort
Zusammen mit den Kollegen haben wir dann einen tollen Tag verbracht. Es wurde Cricket gespielt, es wurden Gruppenspiele gemacht und wir hatten einen tollen Tag. Natürlich gab es Mittags Buffet und als ich mir dann Chillis auf den Teller gelegt hatte, waren einige Kollegen schon skeptisch und haben mich ganz genau beobachtet, ob mir der Kopf explodiert oder sonst was komisches passiert.
Ich habe sehr viele Bilder gemacht, aber ich werde sie hier nicht zeigen. Das sind persönliche Erinnerungen.
Immerhin sind wir dann am Nachmittag noch mal an den Strand und ich konnte nicht widerstehen und doch zumindest meine Füße in den Golf von Bengalen zu stellen. Ein paar der Kollegen haben es dann auch gemacht, aber der verrückte Deutsche war der erste…
Mit ganz viel Zoom habe ich eins der Fischerboote etwas größer ins Bild bekommen. Und dann zum Ende des Teamevents wurden noch alle Kollegen geehrt, die im Oktober und November Geburtstag gehabt hatten. Vom November Kuchen habe ich ein Stück abbekommen.
Der Rest der Feier war dann Tanzen zu indischer Musik, Spaß mit den Kollegen haben und einfach die Wärme genießen. Irgendwann sind wir dann aber zurück ins Hotel und der Tag ging zu Ende.
Wenn man das erste Mal nach Indien kommt, ist vieles Neu, Anders, Überwältigend, Bunt, Laut. Morgens der Blick vom Hotel auf die Rajiv Gandhi Straße, eine der größeren Straßen in Chennai.
Hinter dem Hotel, sieht es dann schon ganz anders aus.
Und ein Stückchen weiter findet sich dann ein kleiner Tempel oben auf einem Haus. Es ist ein Suchbild, aber um den Tempel leichter zu finden, einfach links von den Metallrohren suchen.
Autofahren in Indien ist nicht – mein Führerschein wird nicht anerkannt, dazu bräuchte ich den Internationalen Führerschein, aber der Verkehr in Indien ist ziemlich herausfordernd. Die Straße hat so viele Spuren wie Fahrzeuge nebeneinander passen. Hupen ist nur eine freundliche Info, dass man links oder rechts oder wo auch immer vorbei fährt.
Deswegen hatten wir für die Fahrt vom Hotel zur Arbeit immer einen Fahrdienst. Ich glaube das war besser so. Am Anfang ungewohnt, aber als ich den Verkehr das erste mal erlebt habe, war das sehr okay für mich.
Nachts ist das noch beeindruckender, wenn man die Lichter sieht. Der Blick aus dem Hotel ist spannend und die Dunst und Lichtglocke sind ein bisschen anders, als das was ich in meinem kleinen Dorf in Deutschland so sehe. Chennai ist bei weitem nicht die größte Millionenstadt in Indien aber schon deutlich größer als Berlin.
Vor meiner ersten Reise habe ich viele gute Ratschläge bekommen, ganz besonders vorsichtig zu sein und die Hygiene zu beachten, damit es mir nicht so geht wie unserem Landesherren bei seinem Besuch in Indien. Letztes Jahr habe ich schon meine Erfahrungen gesammelt und habe mich schon sehr darauf gefreut.
Frühstück im Hotel mit typisch Südindischen Dingen, Idli – gedämpfte Reisteilchen, Gebackene Linsenteigringe, gebackenen Käse, Tomaten und Kokos Chutney. Sieht nicht so beeindruckend aus, aber geschmacklich einfach toll. Natürlich sollte man ein bisschen mehr als mitteleuropäische Schärfe vertragen.
Es gab leider kein Wasser mit Kohlensäure, aber das ist ein typisch Deutsches Ding, deswegen stilles Wasser, oder Tee, oder Chai – Tee mit Milch. Mit den Kollegen sind wir regelmäßig zu Mittag zum Essen gegangen. Letztes Jahr waren sie noch deutlich vorsichtiger, ob ich das indische Essen mag oder vertrage. Dieses Jahr wussten sie dass ich die südindische Küche liebe.
Essen wird auf Tellern in der Mitte des Tisches serviert und jeder hat vor sich ein Bananenblatt und nimmt sich was ihm so schmeckt. Hier Hühnchen gut gewürzt und gebraten.
Zusammen mit meinem Kollegen haben wir dann die Lieferdienste ausprobiert, die in Indien gerade boomen und haben uns Abends etwas ins Hotel liefern lassen. Das war auch ein Fest.
Reis, Naan, Pepper Chicken, Chilli Chicken, und gaaanz viele Saucen und Dips. Irgendwie war das für uns zwei mehr als reichlich und auch geschmacklich ganz toll.
Schon beim letzten mal haben wir Gewürzmischungen mitgenommen, damit wir den Geschmack auch in Deutschland nachkochen können. Dank einem anderen Kollegen kenne ich einen Laden in Nürnberg, wo ich diese Gewürze auch bekommen kann.
Zum Abschluss der Dienstreise waren wir als Team gemeinsam Essen in einem etwas besseren Restaurant und haben es uns noch mal richtig gut gehen lassen. Es gab Vorspeisen, Suppen und ganz viele andere leckere Sachen.
Tomaten Ingwer Suppe – ich liebe Ingwer und bin bei Tomaten immer skeptisch, aber das war super lecker. Daneben liegt ein Crab Lollypop
Große Schüsseln mit Pepper Chicken, Paratha, Butter Chicken, Mutton Raan, Chicken Tikka Masala, Mutton Drum Biryani und noch viele andere Sachen die heiß Dampfend serviert wurden.
Es wurde fleißig geteilt und weitergereicht – hast du das schon probiert? Das musst du noch Essen, und das hier ist auch toll. Und die Kollegen hatten Recht. Irgendwie hat alles gut geschmeckt.
Nachspeisen mit Grieß, Pistazie und Zuckersirup, Pistachio Kunafa – alternativ ein leckeres Eis mit Früchten und Nüssen, eine Mini Falooda
Das Essen in Indien ist für mich immer ein Highlight.