Sonntag, unser freier Tag, Ausschlafen und dann mit den Kollegen einen Ausflug machen. Es ging nach Mahabalipuram, einem Ort etwa 40km südlich von Chennai mit vielen archäologisch interessanten Tempeln. Für die Fahrt haben wir gut eine Stunde gebraucht und das, obwohl die Straße sehr gut ausgebaut ist und waren erst am Nachmittag da.

Das Relief heißt Arjunas Penance und stellt die Geschichte Kiratarjuna aus dem Mahabhartha Epos dar. Elefanten und Menschen. Überall stehen Infotafeln in drei Sprachen, Hindi, Tamil, Englisch. Bei den ersten beiden Sprachen muss ich passen.

Dann geht es weiter zu Krishnas Butterball, einem Granitblock der auf einer abschüssigen Stelle absolut sicher steht. Die englischen Kolonialherren wollten ihn aus Sicherheitsgründen Anfang des 20. Jahrhunderts entfernen, aber der Stein hat sich nicht bewegt und liegt heute noch da.

Natürlich ist so ein Stein Anziehungspunkt für viele interessante Bilder, besonders wenn die Perspektive passt, sieht es so aus, als ob man den Felsen auf Schultern trägt… Ich habe ihn einfach in einer Hand gehalten.

Dann ging es weiter, denn auf diesem Gelände sind noch viele weitere Tempel.

Der nächste Tempel ist Ganesha Ratha ist Siva gewidmet. Er ist aus dem Granit Felsen herausgeschlagen.

Zwischen den Tempeln geht es über Treppen weiter nach oben, zwischen üppiger Vegetation und einigen direkt aus dem Stein gehauenen Tempeln. Die Kollegen haben nur gemeint, dass man die besser nicht so genau anschauen sollte, denn viele Fledermäuse und ihre Hinterlassenschaften sind in diesen Tempeln… Gut dass der Geruch nicht im Internet und Bildern übertragen wird.

Wir nähern uns der höchsten Stelle, die Sonne nähert sich schon sehr dem Horizont und der Staub in der Luft lässt sie wunderbar rot erscheinen. Und dann kommen wir zu einem unvollendeten Tempel, dem Royagopuram

Alles ist aus Granit geschlagen und die Details sind beeindruckend. Wie der Tempel wohl ausgesehen hätte, wenn er fertig geworden wäre?

Zu dem Leuchtturm kommen wir noch, können aber nicht mehr hoch, weil er um 17 Uhr schließt und wir leider ein paar Minuten zu spät sind. Ein Kollege ist da ganz froh darüber.

Und dann ist da natürlich die Natur, die so üppig wächst. Dieser große Baum ist ein Neem Baum und als meine indischen Kollegen erklären wollten, war er alles kann habe ich sie überrascht, weil ich Neem Baum Öl aus der Gärtnerei meiner Eltern kenne und über die hilfreichen Eigenschaften gut bescheid weiß. Klugscheißer sterben eben nie aus.

Der nächste aus dem Stein geschlagene Tempel und oben auf dem Fels ein Turm und ehemaliger Wachturm.

Gleich gehen wir da hoch und genießen die Aussicht. Der Weg führt über eine in den Felsen geschlagene Treppe rund herum hoch.

und wenn man von Oben runterschaut, sieht es dann so aus

Aber der Blick in die Ferne ist auch ganz hübsch. Am Horizont, im Dunst ist das Meer zu erkennen.

und damit haben wir diesen Tempelbezirk verlassen und wollten weiter zu den Pancha Rathas. Unser Fahrer holt uns ab muss natürlich auf andere Verkehrsteilnehmer aufpassen.

Kurz vor Sonnenuntergang sind wir bei den Pancha Rathas angekommen und am Kassenhaus wurde uns gesagt, dass in 15 Minuten geschlossen wird, also mussten wir im Eiltempo durchlaufen und anschauen, was ging.







Zum Schluss kam ein Offizieller und hat uns freundlich aber bestimmt rausgeworfen… zurück ins Auto und dann ging es im Dunkeln zum Tempel am Strand. Zum Strand selber sind wir nicht, aber wir konnten das Meer im Dunkeln sehen, die Lichter entlang des Ufers und das Rauschen hören.

und dann waren wir am Tempel angekommen. Im Dunkeln wunderbar angestrahlt und so viele Menschen die ihn besuchen. Es ist auch einer der ältesten Tempel im Süden von Indien.

Es ist zwar erst halb acht, aber so nah am Meer ist es nach Sonnenuntergang einfach gleich Dunkel.

Es hieß, dass es noch eine Lightshow geben soll. Die kam nicht, aber die Beleuchtung des Tempels so im Dunkeln fand ich schon toll genug. Und vor allem waren so viele Menschen da.

Und damit ging unser Ausflug auch schon fast zu Ende. Wir sind noch durch die verschiedenen Stände in der Nähe geschlendert und haben geschaut, was es hübsches gibt. Allerlei interessante Souvenirs und auch viel Krimskrams.
Auf dem Rückweg haben wir noch bei einem Imbiss angehalten und ich habe mich auf die Empfehlungen meiner Kollegen verlassen. Frisch gepresster Granatapfel und Orangensaft. Extrem lecker. Eine kurze Raucherpause für die Kollegen und dann waren wir schon auf dem Weg zurück ins Hotel.