An einem der letzten Abende der Spätschicht war ich in meiner Firma auf der Dachterasse und habe über Nürnberg geblickt und einen “philosophischen” bekommen.
Mir schossen Gedanken durch den Kopf über den Sinn und Unsinn meiner Arbeit, denn im Gegensatz zu meinem Vater, der als Gärtner ja mit den Händen schafft und erschafft, ist meine Arbeit ja eher nicht so sichtbar. Wo ein Laie auch über einen schönen Garten oder tolle Rosen staunen kann, so bleibt mir dieses Erlebnis bei meiner Arbeit doch verwehrt.
Dennoch ist es wichtig dafür zu sorgen, dass die Daten und Informationen nur dort hin gelangen, wo sie hin sollen, dass diejenigen, die die Daten brauchen, sie auch bekommen. Daten sind die Produkte unserer Gesellschaft – immateriell, aber mindestens genau so wichtig, wie die realen Dinge des Lebens. Daten sind Informationen und Wissen und das gibt uns wieder die Möglichkeit mit dem Wissen das Richtige zu tun.
Als Dienstleister für einen Dienstleister – denn so verstehe ich meine Arbeit – arbeite ich für viele ungesehen und nur dann wahrgenommen, wenn mal was nicht geht. Und das zeigt mir, dass sich unsere Gesellschaft in den letzten Jahren so immens geändert hat, dass manche Wertvorstellungen, mit denen ich noch groß geworden bin nicht mehr so gelten können.
“Männchen abschießen” wie mein Vater es hin und wieder despektierlich nennt, meine Arbeit aber mittlerweile anerkennt, auch wenn es ihm schwer fällt. So waren denn meine Gedanken auf einer Reise und meine Pause war auch schon fast vorbei, doch irgendwo im Inneren da haben sie etwas in mir angestoßen…