Informationsgesellschaft

An einem der letzten Abende der Spätschicht war ich in meiner Firma auf der Dachterasse und habe über Nürnberg geblickt und einen “philosophischen” bekommen.

Mir schossen Gedanken durch den Kopf über den Sinn und Unsinn meiner Arbeit, denn im Gegensatz zu meinem Vater, der als Gärtner ja mit den Händen schafft und erschafft, ist meine Arbeit ja eher nicht so sichtbar. Wo ein Laie auch über einen schönen Garten oder tolle Rosen staunen kann, so bleibt mir dieses Erlebnis bei meiner Arbeit doch verwehrt.

Dennoch ist es wichtig dafür zu sorgen, dass die Daten und Informationen nur dort hin gelangen, wo sie hin sollen, dass diejenigen, die die Daten brauchen, sie auch bekommen. Daten sind die Produkte unserer Gesellschaft – immateriell, aber mindestens genau so wichtig, wie die realen Dinge des Lebens. Daten sind Informationen und Wissen und das gibt uns wieder die Möglichkeit mit dem Wissen das Richtige zu tun.

Als Dienstleister für einen Dienstleister – denn so verstehe ich meine Arbeit – arbeite ich für viele ungesehen und nur dann wahrgenommen, wenn mal was nicht geht. Und das zeigt mir, dass sich unsere Gesellschaft in den letzten Jahren so immens geändert hat, dass manche Wertvorstellungen, mit denen ich noch groß geworden bin nicht mehr so gelten können.

“Männchen abschießen” wie mein Vater es hin und wieder despektierlich nennt, meine Arbeit aber mittlerweile anerkennt, auch wenn es ihm schwer fällt. So waren denn meine Gedanken auf einer Reise und meine Pause war auch schon fast vorbei, doch irgendwo im Inneren da haben sie etwas in mir angestoßen…

Spätschicht

Mittlerweile bin ich in meinem neuen Job einigermaßen sicher und darf auch schon mal in der Spätschicht mitmachen. Das wäre nach mittlerweile drei Monaten nicht weiter erwähnenswert, wenn ich nicht gestern Abend beim Nachhause kommen einen wunderbaren Nachthimmel erlebt hätte.

Mit bloßem Auge konnte ich aus meinem Garten die Milchstraße sehen – vom Schwan bis weit über den Adler hinaus. Mit dem Fernglas bin ich dann ein wenig im Himmel spazierengegangen und habe nach langer Zeit endlich mal wieder in Ruhe Sterne geguckt.

Am Anfang ist es mir schwer gefallen mich wieder zu orientieren, aber so nach und nach kamen die bekannten und markanten Sterne wieder und es war dann doch nicht so schwer, den Hantelnebel zu finden. Einer meiner Lieblinge im Sommer ist aber noch immer der “Kleiderbügel” kurz unterhalb von Albireo. Der Wildentenhaufen konnte auch nicht flüchten :-) Für einen Wiedereinstieg finde ich, war es ein ganz guter Anfang – auf jeden Fall hat es mir richtig Spaß gemacht.

Neues Telefon am Start

Nachdem mich mein Palm verlassen hat und einfach nicht mehr starten wollte, musste etwas Neues her. Nach langem Suchen und Stöbern habe ich mich dann für ein Android Handy entschieden… und dann ging die Suche erst richtig los.

Was brauche ich wirklich – außer telefonieren natürlich , was möchte ich ausgeben und vor allem wo kaufe ich es. Jedenfalls habe ich mir ein “kleines” Samsung Galaxy 5 geholt und bin bisher sehr zufrieden damit. Es kann telefonieren, es kann SMSen, ich komm zu meinen Google Mails und Terminen – alles andere ist netter Schnickschnack, den ich aber schon nach einer Woche nicht mehr missen möchte.

Das Telefonbuch jederzeit zur Hand zu haben ist echt praktisch und die Abfahrtszeiten beim Zug aktuell zu erfragen macht mir den nach Hause Weg auch angenehmer…

Ubuntu 10.10 am Desktop

Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich mich dazu druchgerungen habe meinen Rechner neu zu installieren. Eine neue Festplatte war dazu ein ausreichender Anlass. Also habe ich das ISO runtergeladen, mit dem Startmedienersteller auf USB Stick kopiert und dann neu gestartet.

Die Installation selbst wird immer einfacher – selbst Lieschen Müller von nebenan könnte das :-) Lediglich einen  extra Haken bei  “externe Software, wie z.B. mp3 installieren” gesetzt und nach einer guten halben Stunde war fast alles geschehen. Dann ein Reboot, um das neue System zu starten, aktuelle Updates einspielen und gut wars. Die ganzen Klimmzüge, die man bisher noch machen musste, wenn man mp3, divx, flash, java haben wollte fallen jetzt mit dem einen gesetzten Haken weg.

Also auf und losgelegt. Es ist von der Bedienung kein großer Unterschied, lediglich aktuellere Versionen der Software sind da. Der Start ist auch angenehm flott nur eins vermisse ich – meinen Palm m515 kann ich nicht mehr mit dem Mailclient evolution synchronisieren. Wer meint da etwas zu gewinnen, indem er die palm Option beim erstellen der Pakete weglässt verärgert einige Benutzer – ich gehöre dazu. Vielleicht wird es aber auch Zeit, endlich auf ein Smartphone umzusteigen…

Iridium Flare

Am Montag Abend auf dem Weg von der Arbeit nach Hause habe ich den Abendhimmel genossen. Die Blaue Stunde, also die Zeit zwischen Tag und Abend, wenn der Erdschatten so langsam von Osten herankriecht und der Himmel alle Farben von dunkel Graublau über Eisblau bis leuchtend Orange hat. Sirius leuchtete als einziger Stern am Himmel und die wenigen Flugzeuge waren nicht leuchtend hell wie am Tag sondern schon dunkel und auch die Kondensstreifen hatten diese graublaue Färbung.

Es ist schwer, diese Stimmung in Worte zu fassen, wenn man es selbst nicht bewusst erlebt hat – aber eine der schönsten Zeiten des Tages. Ich habe also die Flugzeuge beobachtet und mit einem Mal leuchtet am Himmel ein Stern klar, hell und deutlich auf, bewegt sich langsam und verblasst dann wieder. Mein erster Blick nach diesem Schauspiel ging zur Uhr, damit ich dann später nachschauen konnte was es war.

Der erste Gedanke war ein Iridium Flare, der zweite – hat vielleicht an der ISS etwas so hell reflektiert. Um sicherzugehen habe ich auf der Seite von Heavens Above nachgeschaut und konnte meinen ersten Gedanken bestätigen. Ein Flare mit einer Helligkeit von -4 mag also mal was richtig helles.

Kurz bevor ich dann zuhause war und nachschauen konnte habe ich noch Betageuze und Rigel am Himmel entdeckt. Es war aber noch so hell, dass ich eine Weile gebraucht habe, um sie zu finden – ich habe sie förmlich angestarrt, bevor ich sie gesehen habe. Ein Stern, von dem man weiß dass er da ist, wo er ist, aber er ist einfach noch nicht so hell, dass er sich vom Abendhimmel abhebt.

Mal schauen was die nächsten Nächte noch so bringen…

Windows Server 2008 R2

Nachdem ich nun im Januar auf Schulung war habe ich einiges am Windows gesehen was gar nicht so übel ist.

Besonders amüsant fand ich den Schulungsleiter, als er uns die wunderbare, tolle, neue Windows Firewall erklärt hat. Sie kann jetzt nicht nur eingehende Verbindungen blocken – nein – jetzt gehen auch ausgehende Verbindungen. Mir kam da nur der Gedanke, seit wann gibt es die Firewall in Linux – ipfw war der Stand bei dem ich mich zum ersten mal ernsthaft damit auseinander gesetzt habe und das ist Jahre her.

Und noch ein Highlight – es gibt funktionierende Links, Softlinks und Hardlinks… und das hat der Schulungsleiter mit einer Begeisterung erklärt, als ob es etwas weltbewegend Neues wäre. Für Windows vielleicht, aber für jemanden wie mich, der aus der Linux Ecke kommt einfach nur zum Schmunzeln.

Dafür war die Powershell ein Hingucker. Endlich kann auch von der Kommandozeile einigermaßen gut gearbeitet werden, auch wenn es eine ziemliche Einarbeitung erfordert.

Alles in Allem ein interessanter Blick über meinen eigenen Tellerrand, der mir einiges an Verständnis für die Windows Welt gebracht hat.

Änderungen ziehen Aktivitäten nach sich…

Nachdem ich nun zum 1. Dezember ganz offiziell in die Windows Administration gewechselt bin muss ich natürlich auch meinen Lebenslauf aktualisieren. Jeder der mich kennt, wird sich fragen, wieso ICH Windows Admin werden soll, wo ich doch der Linux und Unix Mensch bin.

Ich kann dazu nur sagen – ich weiß es nicht…
Meinen neuen Lebenslauf findet ihr natürlich auch hier.

Scannen mit meinem Brother MFC-5490CN

Jetzt musste ich doch tatsächlich einmal den Scanner von meinem Multifunktions Fax von Brother benutzen. Also habe ich von der Webseite die Software runtergeladen und installiert. Soweit so gut, nur als ich mehrere Blätter mit dem Einzelblatteinzug scannen wollte, war es vorbei – es kam nur die erste Seite.

Gut dass ich Ubuntu benutze und es shell scripte sind, die beim Netzwerkscan aufgerufen werden. Da war es leicht herauszufinden, dass per scanimage nur eine einzelnes Dokument gescannt wird. Continue reading

Neue Technik, neue Erkenntnisse

Der Dockstar von Seagate ist ein wirklich nettes Stück Hardware. Der interne Flash hat 256MB, davon wird 1 MB für den Bootlader gebraucht und 36 MB für das interne System und der Rest von 219 MB ist frei. Mit der Anleitung von Jeff Doozan, die ich im letzten Artikel erwähnt habe, konnte ich ein emdebian System aufsetzen das schon viele meiner Wünsche erfüllt. Continue reading