am Strand

Es ist jetzt nicht so, dass ich mich mit Handtuch an den Strand legen würde, um zu baden. Dazu ist das Wetter heute einfach nicht gut genug. Es ist wunderbar sonnig und verflixt windig. Ein paar Wolken fegen über den Himmel und die Wellen am Strand sind ganz ordentlich.

Ich mache einen Spaziergang am Strand entlang bis Løkken, gönne mir ein Softeis und mache mich dann wieder auf den Weg zurück. Aber erstmal durch die Dünen und die Treppe zum Strand hinunter

Da hinten, ja da hinten, wo die Mole ist, da will ich hin. Ist jetzt nicht so weit, aber der Wind bläst mir ganz ordentlich ins Gesicht.

Ich komme wieder an den Bunkern vorbei und dieses Mal ist es wieder ein anderer Weg, den ich gehen muss, denn es steht noch Wasser am Strand von der letzten Flut.

Der Wind weht mir die salzige Gischt und den feinen Sand ins Gesicht. Salz und Sand Peeling. Wellness am Strand sozusagen. Meine Brille findet das nicht lustig.

Nach einer Weile komme ich an einer Reihe weißer Strandhäuser an. Jede mit einer eigenen Registrierungsnummer. Sonne, Wind und Wasser, sehr schön.

Bis 2020 musste die Registrierung jährlich erneuert und mit einer Vignette im Fenster gemacht werden, ähnlich wie die Autobahn Vignetten. Ich sehe keine Aufkleber nach 2020.

Und dann komme ich auch schon in Løkken an. Am Strand ist auch eine öffentliche Sauna, die in Betrieb ist. Davor steht jemand mit einem Wasserschlauch und ich bitte ihn, mir meine Brille abzuspülen, damit ich wieder klar sehen kann.

Ich gehe in die Fußgängerzone und es ist sehr wenig los. Unter der Woche, außerhalb der Ferienzeit, 12 Uhr… ein paar Verrückte Deutsche sind da, ein paar Dänen und ich. Also ab in die Eisdiele, denn das wollte ich hier. Softeis mit Oreo Krümel Topping. Mmmh lecker. Kein Foto, weil die Krümel viel zu schnell runtergepurzelt sind und ich schlecken musste, damit es keine zu große Sauerei gibt.

Auf dem Weg zurück zum Strand habe ich gehört, wie der Wind in den Seilen des Signalmastes singt. Hört man auf dem Foto natürlich nicht.

Wenn der Wind schon so bläst und die Wellen kommen, muss ich doch auf die Mole raus. Ganz nach vorne, wo die Wellen über die Mole geschwappt sind habe ich mich dann doch nicht getraut.

Beim Blick nach Norden war es dann deutlich ruhiger. Da wollte ich hin, das war schon ganz gut so.

und noch ein weiterer Blick. Die Wellen waren heute einfach faszinierend.

und dann ging es, mit dem Wind im Rücken wieder zurück zum Campingplatz. Vorbei an den weißen Strandhütten.

Das Haus da oben, das gefällt mir, ob man da mal Urlaub machen kann?

An den Bunkern vorbei, die Treppe wieder hoch und schon war ich wieder zurück an meinem Zuhause. Die Nachbarn haben von ihrer Wanderung erzählt. Sie sind in die andere Richtung gelaufen, Richtung Knude Fyr, der einige Kilometer weit weg ist. Soweit so gut, nur mussten sie auf dem Rückweg die ganze Zeit mit Gegenwind kämpfen.

Ich habe meine Brille noch einmal abgespült, sauber gemacht und mich dann in den Dünen hingesetzt, um den Wellen beim Wellen machen zuzuschauen.