Wo bin ich denn hier eigentlich im Norden von Dänemark. Ich war zwar schon ein paar mal im Supermarkt am Ortsrand einkaufen, aber von Løkken hatte ich noch nichts gesehen. Das musste ich ändern.

Ein hübscher Ort mit einer netten Fußgängerzone und klar dabei sich auf die Hauptsaison vorzubereiten die nach Sonnwende in Dänemark beginnt. Es sind aber schon genug Menschen da und ich höre sehr viel Dänisch aber die Touristen sind klar zu erkennen. Sandalen, Shorts, Survival Rucksäcke.

Und es sind auch viele ältere Menschen da. Eben die, die keine schulpflichtigen Kinder haben und außerhalb der Saison Urlaub machen können. Und dann entdecke ich einen Süßigkeitenladen in dem Bonbons gemacht werden.

Da hinten auf den großen geheizten Walzen dreht sich der Klotz Zucker und wird nach vorne hin immer dünner und durch Rädchen weitergezogen, um am Ende von einem Messer abgehackt zu werden.

Jeder darf mal probieren, denn es ist nicht nur Zucker die Bonbons haben alle ihr ganz eigenes Aroma.

Ananas, Vanille, Anis, Erdbeere, Menthol, Lakritz und viel mehr. Bunt und süß, für jeden Geschmack was dabei. Ich mag solche Läden, wo man sieht wie Sachen hergestellt werden.

Nicht wundern – 75 Dänische Kronen sind etwa 10 Euro. Trotzdem nicht billig aber nicht so schlimm, wie es auf den ersten Blick aussehen mag. Jedenfalls habe ich ein bisschen was zum Mitbringen gefunden. Aber dann ging es weiter, denn Løkken hat mehr als nur die Fußgängerzone.

Ein Signalturm aus Zeiten, als es noch keinen Funk gab und den Fischern auf See so Informationen gesendet wurden. Ein Korb – kommt heim, Wetter wird schlechter, Zwei Körbe – Wetter wird schlecht, Rettungsmannschaften benachrichtigt, Drei Körbe – Rettungsmannschaften ausgelaufen. Was die Kanone allerdings in diesem Fischerdorf soll, ließ sich nicht genau klären.

Richtung Strand, durch die Dünen ist noch ein anderer Turm zu sehen und ein hübsches Reetdach Haus. Drum herum Rosenhecken die jetzt nett blühen und einen schönen Duft verströmen.

Da vorne liegen die Fischerboote an Land gezogen und die lange Mole die ins Wasser reicht. Durch die Dünen erreiche ich die Boote und fühle mich fast wie in der Karibik.

Blauer Himmel, weißer Sand, türkisfarbenes Meer. Nur die Temperaturen sind nicht karibisch. Die Sonne scheint vom Himmel herab aber der Wind sorgt schon dafür, dass einem nicht zu warm wird.

Mehr von diesen Fischerbooten und die Spuren im Sand zeigen, dass sie wirklich genutzt werden und nicht nur Deko sind. Es gibt einige Warnschilder über Seilwinden und dass es gefährlich ist, wenn sie in Betrieb sind. Løkken scheint also immer noch ein Fischerort zu sein,

aber auch ein Ferienort, denn am Strand entlang stehen etliche Strandhäuschen. Ein paar sind etwas schief, denn der Wind hat den Sand wohl etwas verweht und dafür gesorgt, dass sie schräg stehen.

Die Mole ist neu. Sie wurde im Rahmen eines Projektes wieder in Stand gesetzt um auch für Touristen und Angler nutzbar zu sein. Die Bilder auf den Hinweisschildern zu dem Projekt sind spannend und die Mole war in den 60er Jahren nur ein Brett auf einem Haufen Steine.

Bei so einem Wetter lässt es sich hier aushalten. Die Angel ins Wasser halten und geduldig abwarten, dass was anbeißt. Die Angler hier sahen jedenfalls sehr entspannt aus.

Beim Blick zurück sieht man die vielen Strandhäuschen und ganz am Ende ein paar Autos. Hier in Dänemark darf man den Strand befahren, das finde ich ist was ganz besonderes, vor allem für die lauffaulen oder die die ihre Sachen in so ein Strandhaus bringen wollen.

Über dem Festland bilden sich schon Wolken, das Wetter wird doch wohl hoffentlich heute noch halten. Die Küstenlinie ist klein. Am Anfang sieht man die Strandhäuschen, dann die Bunker die ich schon besucht hatte, weiter hinten dann ist die Klippe an meinem Campingplatz und ganz am Ende, an der Spitze ist der Leuchtturm Knude Fyr in der Sanddüne zu sehen.
Eine sehr schöne Ecke von Dänemark, wie ich finde.
Auf dem Weg zurück zum Auto bin ich dann noch im Tourismusbüro vorbei gegangen und habe geschaut, ob es noch etwas interessantes zu entdecken gibt, aber es ist Vorsaison und die ganzen Veranstaltungen beginnen erst übernächste Woche. So ein Pech aber auch. Auf dem Weg nach Hause, Leergut abgeben, ein paar Kleinigkeiten einkaufen und dann den Tag am Campingplatz ausklingen lassen. Morgen soll das Wetter wieder schlechter werden…