Der Urlaub dieses Jahr ist anders als meine anderen Skandinavien Urlaube. Keine Fähre, nicht die übliche Strecke nach Rostock. Nein, dieses Mal ging es die A7 hoch bis Flensburg. Da habe ich einen Freund besucht und in seiner Einfahrt mit meinem Wohnwagen übernachtet. Er musste am Freitag in die Arbeit und so haben wir uns schon am Donnerstag Abend verabschiedet.
Freitag früh ging es nach dem Morgenkaffee zügig los. Noch einmal Tanken und dann über die Grenze nach Dänemark. Und kaum über die Grenze ist der Verkehr sofort deutlich entspannter. Keine Raser, keine Drängler, aber das ist mir mit Wohnwagen sowieso egal. Die dänischen Parkplätze entlang der Autobahn sind sehr empfehlenswert. Sauber, ordentlich und die Toiletten klasse. Sie kommen zwar noch nicht an die in Norwegen ran, aber das ist dann Jammern auf hohem Niveau.
A propos Jammern – der Campingplatz den ich mir ausgesucht habe, hatte eine negative Bewerbung, weil es keine Kinderanimation in der Hauptsaison gab. Das war für mich überzeugend genug, dass das genau der Platz ist, an den ich möchte und er liegt an der Jammerbucht.

Der Name Jammerbucht kommt daher, dass im 19. Jahrhundert etliche Schiffe entlang der Küste gesunken sind und es viel zu Jammern und Klagen gab. Ich jedenfalls kann nicht klagen. Am Platz angekommen wollte ich einchecken, aber es hing nur ein Schild da: Lieber Gast, bitte such dir einen Platz aus, stell dich hin und komm dann um 16 Uhr zum Check in.

Da stehe ich also. Hinter dem Wohnwagen die Düne und etwa 20 – 30 Meter tiefer dann das Meer. Mit Blick nach Westen kann ich den Sonnenuntergang beobachten. Aber erstmal den Platz erkunden. In der Vorsaison sind nicht viele Gäste da und die Auswahl an freien Plätzen ist groß.

Durch die Dünen führen schmale Pfade zwischen Rosa rugosa hindurch zu schönen Plätzen an denen ich einen wunderbaren Blick über die Küste habe.

Am Strand müht sich ein Gleitschirmflieger mit dem Abheben oder auch nicht Abheben, das lässt sich für mich nicht so genau feststellen. Der Wind bläst ordentlich und ein paar Mal macht er kleine Hüpfer.

Richtung Løkken sind dann Bunkerreste zu sehen und wilde Wolken schieben sich über den Himmel.

Ich wandere noch ein wenig durch die Dünen und entdecke einen Sitzplatz. Das wird hübsch.

Zurück zum Wohnwagen sehe ich ihn über die Büsche ragen.

Ein Blick zurück zum Meer und dann mache ich mich auf den Weg zum einkaufen.
Der Supermarkt ist nicht sehr weit weg und nachdem ich sowieso für die ersten Tage versorgt bin, habe ich nur ein paar Kleinigkeiten mitgenommen. Gebäck, Krabbensalat, Skågen Salat und ein paar Kekse. Es ist auch eine Tankstelle beim Supermarkt. 16,09 Kronen, ungefähr 2,15€ pro Liter. Einmal werde ich ums Tanken nicht drum herum kommen.
Aber jetzt erstmal Bilder sichten, Blog schreiben und dann den Abend genießen.