Am Polarkreis

Von meinem Campingplatz waren es nur noch 60 km zum „Arctic Circle Center“ und trotzdem hat die Fahrt gedauert, denn ich musste durch eine Großbaustelle – die E6 wird gerade runderneuert. Teile sind schon fertig und da macht das Fahren auch richtig Spaß, aber dann sind da eben noch Teile, die sind so richtig Baustelle und es hat mich da ordentlich durchgeschüttelt.

Am Arctic Circle Center habe ich, wie all die anderen Touristen auch, angehalten, ein paar Fotos gemacht und natürlich auch ein paar Souvenirs gekauft. Außer der geographischen Lage gibt es hier auf dem Fjell sonst nix was sonst besonders wäre.

Die E6 führt über das Saltfjell – das ist eine Hochebene, die sehr karg und kahl ist. Außer Steinen, Moosen und ein paar krüppeligen Weiden wächst nicht viel, aber das kannte ich ja schon von meinem letzten Norwegen Urlaub. Diese Landschaft fasziniert mich immer wieder.

Schweden ade, Norwegen ich komme

Die letzte Etappe hat mich dann so weit in den Norden geführt, dass ich auf meiner geplanten Route nicht mehr weit vom Grenzübertritt nach Norwegen entfernt war. Es waren aber noch immer etliche Kilometer von Öresund nach Mo I Rana.

So ging es denn nun weiter durch die Schwedischen Wälder und Weiten. Die Temperatur war nun etwas gefallen und es waren nur noch 15 Grad, aber bei Sonnenschein war das zum Fahren prima.

Zwischen Norwegen und Schweden zieht sich ein Gebirgsrücken, der auch die Wasser- und Wetterscheide bildet. Während es in Schweden überwiegend sonnig und trocken war, hat mich Norwegen so begrüßt, wie ich es von meinem letzten Urlaub in Erinnerung hatte. Nass und Kalt. Aber ich wollte es ja so.

Kurz hinter der Schwedisch-Norwegischen Grenze

Im Hintergrund die schneebedeckten Berge, über mir Wolkenfetzen, die der Wind so dahin treibt und die Temperatur bei 9° Celsius. Willkommen in Norwegen.

Bis Mo I Rana bin ich dann noch gekommen und habe mir zum ersten mal auf dieser Fahrt einen Campingplatz gesucht. Endlich mal wieder schön warm Duschen und ganz entspannt Geschirr abwaschen. Ein schöner, einfacher Campingplatz direkt an der E6, wo ich dann am nächsten Morgen gleich aufbrechen und weiter fahren kann.