Hurtigruten

Also die Idee zu diesem Ausflug ist in etwa so spontan entstanden, wie die ganzen tollen Instagram Urlaubsbilder. Zwei Abende Recherche und der anschließende Umzug an den jetzigen Campingplatz gingen dem voraus. Allerdings muss ich zugeben, dass ich diese Tour im Vorfeld nicht geplant hatte, aber ich bin ja spontan.

Aber halt, so schnell geht es nicht los. Erst mal sind die Hurtigruten eine Postschiff Gesellschaft die entweder nordwärts oder südwärts an Norwegens Küste entlang fahren. Wie also zurück kommen. Eine Variante wäre auf das Schiff in der entgegengesetzen Richtung warten und zurück fahren, oder mit dem Bus zum nächsten Hafen fahren und dann zurück fahren. So habe ich es gemacht.

Von Svolvær ging es mit dem Linienbus nach Stokmarknes, dem Ort, an dem die Hurtigruten vor 126 Jahren gegründet worden sind. Dann einfach an Bord gehen und die Fahrt bezahlen und bei strahlendem Sonnenschein geht es los.

Einfahrt in den Raftsund

An Bord der „Kong Harald“ war es dann gleich ganz anders, als auf den Fährschiffen, auf denen ich schon war. Dezenter Luxus, Schöne Sessel, Couches, Liegestühle und mehr als nur ein Cafe und Restaurant. Wäre ich noch einen Hafen weiter gefahren, hätte ich im Bordrestaurant zu Abend essen können. Da waren tatsächlich lebendige Königskrabben im Aquarium.

Der Raftsund ist die wohl schönste Passage den die Hurtigruten durchfahren. Die Aussicht ist nicht so sehr viel anders, als wenn man mit dem Auto am Fjord entlang fährt, aber deutlich entspannter und gediegener. Zwischendrin gab es eine Informationsveranstaltung für die Gäste, die die ganze Tour machen. Ausflüge der nächsten Tage und was sonst noch so wichtiges ist wird da erklärt in Norwegisch, Deutsch, Englisch, Französisch. Ist halt ein internationales Publikum an Bord.

Einfahrt in den Trollfjord

Dann kam der spektakulärste Teil der Reise, die Fahrt in den Trollfjord, anschließendes Wendemanöver und wieder raus. Also auf einer Seite des Schiffes bleiben, dann sieht man beide Seiten des Fjordes.

Hier konnte ich einen der mitfahrenden Gäste überreden ein Foto von mir zu machen. Etwas skeptisch war ich dann doch, aber hey, wenn ich nicht fotografiert worden wäre, wäre ich nicht da gewesen.

Noch ein wenig Trollfjord und es war wirklich nicht viel Platz zwischen dem Schiff und der steilen Felswand. Gerade beim Wenden sah es recht eng aus.

Weiter durch den Raftsund geht es weiter nach Süden, wo dann das Schiff einen Bogen um Stormolla macht, um dann Richtung Svolvær zu fahren.

Hafeneinfahrt von Svolvær

Wieder zurück im Hafen von Svolvær kamen die Durchsagen zu den möglichen Ausflügen, den Hinweisen, wer in welchen Bus steigen soll. Natürlich wieder in vier Sprachen. Ich habe dann noch ein wenig gewartet, bis das größte Gedrängel beim Ausstieg vorbei war und bin dann raus und hab mein Auto gesucht. Hurra, es stand noch da, wo ich es abgestellt hatte.

Bordkarte

Zurück zum Campingplatz ging es komplett ohne Navi. Hier kann man sich einfach nicht verfahren. Jetzt sitze ich hier am Campingplatz, habe schon gegessen – es gab Lachs zur Feier des Tages und genieße die Abendstimmung. Der Campingplatz ist von Bergen umgeben und die Sonne verschwindet irgendwann dahinter, aber dunkel wird es deswegen trotzdem nicht.