Strandtag

Sonntag Morgen im Urlaub, da lasse ich mir doch Zeit und mache mir ein tolles Frühstück. Brötchen, Frühstücksei, Käse, Honig, Marmelade…. alles was das Herz begehrt. Und der Kaffee klappt auch auf Anhieb.

Dann erstmal aufbrechen, die Sonne blinzelt zwischen den Wolken hindurch und der Wind zauselt in den Haaren. Am Strand entlang einen entspannten Spaziergang machen. Der eine oder andere kommt mir entgegen. “Hallo” meistens Deutsche, wenig Dänen und noch weniger andere Nationalitäten.

Die Wellen kommen und gehen, der Wind blast und die feinen Sandkörnchen pieksen ein wenig auf der Haut. Und meine Kamera ist im Wohnwagen und mein Handy auch, wie konnte das nur passieren.

Als ich zur Treppe zurück komme ist schon eine Menge los, viele Rucksäcke liegen am Strand und Menschen laufen dazwischen hin und her. Der frische Wind ist das beste Wetter für die Gleitschirmflieger. Und dass sind alles Gleitschirm Rucksäcke. Was für ein Trubel.

Sieht so aus, als ob ein Rudel Anfänger seine ersten Flugversuche machen möchte. Ich beobachte das Treiben noch eine Weile. Da versuchen zwei ihren Schirm in die Luft zu bekommen.

Klappt doch schon ganz gut

und schwupp… ob das auch ein Synchronstart wird?

War dann nicht so, dafür sind dann aber viele Andere in die Luft gegangen.

Ich bin zurück zum Wohnwagen, habe mir das Büchlein vom Meeresaquarium von gestern vorgenommen und mir in Ruhe durchgelesen, was ich gestern so alles gesehen habe. Komische Reihenfolge, ist aber so. Irgendwann habe ich Lärm vom Strand gehört. Quads sind entlang gebraust. Gut dass ich von meinem Spaziergang schon zurück war.

Irgendwann haben meine neuen Nachbarn angefangen ihre Sachen reinzuräumen. Ich habe sie verwundert gefragt, ob sie denn am Nachmittag abreisen wollten? Natürlich nicht, sie haben dann nur aufs Meer gezeigt und gemeint, dass das ganz schön bedrohlich aussieht und sie nicht hopplahopp einpacken wollen.

Das sah schon düster aus, aber es war ein bisschen zu weit nördlich und hat uns nicht erwischt. Aber die neuen Nachbarn sind erst gestern von der Fähre von Island angekommen. Ich stehe schon eine Woche und habe schon gemerkt, wo der Regen her kommt.

Es wurde Zeit für ein ordentliches Abendessen und weil Sonntag war, habe ich es mir gut gehen lassen. Nein, ich bin nicht Essen gegangen. Es gab Frikadellen, Kartoffelgratin und ein Heineken dazu. Das Heineken wird übrigens bei Faxe in Dänemark hergestellt, also doch ein einheimisches Bier.

Fast forward – Sonnenuntergang

Ich saß so im Wohnwagen und habe im Internet gestöbert da bemerke ich am Horizont einen rötlichen Schimmer. Abendrot und wie schön der Himmel erleuchtet war. Kamera geschnappt und raus.

Und dann habe ich auch noch gesehen dass die Wolken von der untergehenden Sonne angestrahlt werden. Das war toll.

und schon war die Sonne untergegangen. Mich hat es ziemlich gefroren, weil ich nur mit Shorts und T-Shirt raus bin. Der Wind bläst ordentlich und jetzt erst mal zurück und wieder aufwärmen.

am Strand

Es ist jetzt nicht so, dass ich mich mit Handtuch an den Strand legen würde, um zu baden. Dazu ist das Wetter heute einfach nicht gut genug. Es ist wunderbar sonnig und verflixt windig. Ein paar Wolken fegen über den Himmel und die Wellen am Strand sind ganz ordentlich.

Ich mache einen Spaziergang am Strand entlang bis Løkken, gönne mir ein Softeis und mache mich dann wieder auf den Weg zurück. Aber erstmal durch die Dünen und die Treppe zum Strand hinunter

Da hinten, ja da hinten, wo die Mole ist, da will ich hin. Ist jetzt nicht so weit, aber der Wind bläst mir ganz ordentlich ins Gesicht.

Ich komme wieder an den Bunkern vorbei und dieses Mal ist es wieder ein anderer Weg, den ich gehen muss, denn es steht noch Wasser am Strand von der letzten Flut.

Der Wind weht mir die salzige Gischt und den feinen Sand ins Gesicht. Salz und Sand Peeling. Wellness am Strand sozusagen. Meine Brille findet das nicht lustig.

Nach einer Weile komme ich an einer Reihe weißer Strandhäuser an. Jede mit einer eigenen Registrierungsnummer. Sonne, Wind und Wasser, sehr schön.

Bis 2020 musste die Registrierung jährlich erneuert und mit einer Vignette im Fenster gemacht werden, ähnlich wie die Autobahn Vignetten. Ich sehe keine Aufkleber nach 2020.

Und dann komme ich auch schon in Løkken an. Am Strand ist auch eine öffentliche Sauna, die in Betrieb ist. Davor steht jemand mit einem Wasserschlauch und ich bitte ihn, mir meine Brille abzuspülen, damit ich wieder klar sehen kann.

Ich gehe in die Fußgängerzone und es ist sehr wenig los. Unter der Woche, außerhalb der Ferienzeit, 12 Uhr… ein paar Verrückte Deutsche sind da, ein paar Dänen und ich. Also ab in die Eisdiele, denn das wollte ich hier. Softeis mit Oreo Krümel Topping. Mmmh lecker. Kein Foto, weil die Krümel viel zu schnell runtergepurzelt sind und ich schlecken musste, damit es keine zu große Sauerei gibt.

Auf dem Weg zurück zum Strand habe ich gehört, wie der Wind in den Seilen des Signalmastes singt. Hört man auf dem Foto natürlich nicht.

Wenn der Wind schon so bläst und die Wellen kommen, muss ich doch auf die Mole raus. Ganz nach vorne, wo die Wellen über die Mole geschwappt sind habe ich mich dann doch nicht getraut.

Beim Blick nach Norden war es dann deutlich ruhiger. Da wollte ich hin, das war schon ganz gut so.

und noch ein weiterer Blick. Die Wellen waren heute einfach faszinierend.

und dann ging es, mit dem Wind im Rücken wieder zurück zum Campingplatz. Vorbei an den weißen Strandhütten.

Das Haus da oben, das gefällt mir, ob man da mal Urlaub machen kann?

An den Bunkern vorbei, die Treppe wieder hoch und schon war ich wieder zurück an meinem Zuhause. Die Nachbarn haben von ihrer Wanderung erzählt. Sie sind in die andere Richtung gelaufen, Richtung Knude Fyr, der einige Kilometer weit weg ist. Soweit so gut, nur mussten sie auf dem Rückweg die ganze Zeit mit Gegenwind kämpfen.

Ich habe meine Brille noch einmal abgespült, sauber gemacht und mich dann in den Dünen hingesetzt, um den Wellen beim Wellen machen zuzuschauen.

Abreise

Ich hatte den Wetterbericht für den Rest der Woche schon die ganze Zeit im Blick gehabt und er wollte und wollte nicht besser werden. Im Gegenteil die Regenwahrscheinlichkeit und die Regenmenge stiegen von Tag zu Tag. Dienstag Nachmittag habe ich also den Entschluss gefasst, am Mittwoch geht es dann nach Hause.

Deswegen habe ich die ganzen Wartungsarbeiten schon machen können. Toilette ausleeren, Abwasserkanister leeren, Abfälle wegbringen und ein bisschen im Wohnwagen aufräumen. Viel ist da nicht aufzuräumen, da der Platz begrenzt ist und wenn man nicht immer gleich alles aufräumt herrscht innerhalb kürzester Zeit Chaos. Aber ein paar Sachen hatte ich in den Regalen untergebracht, die jetzt in den Kofferraum vom Auto gewandert sind.

Mittwoch Morgen, nach dem Frühstück war es dann soweit. Stromkabel aufgerollt und eingeräumt, Abwasserkanister im Staukasten vorne untergebracht, Stützen hochgekurbelt und alle Fenster und Schränke im Inneren zu gemacht. Am Auto sind schon die extra Spiegel angebracht und ich bin fast soweit.

Der Himmel macht mir den Abschied etwas leichter, aber ich muss unbedingt noch mal einen Blick auf den Strand werfen. Also ab durch die Hecke.

Grau in Grau und das Meer ist auch ein bisschen stürmisch. Zum Aussichtspunkt und ein Blick nach Norden.

und ein weiterer Blick Richtung Süden, Richtung Løkken.

Tschüss Meer, tschüss Strand, bis irgendwann wieder und ein letztes Mal durch die Dünen zurück zum Wohnwagen, zum Auto, zur Abfahrt.

Angehängt und los gehts, aber erst noch den Aufenthalt bezahlen. Schön dass es hier keine Reservierung gibt, sondern man genau die Dauer bezahlt, die man da war. Jetzt in der Vorsaison hat mich das 2000 Kronen gekostet.

Mit dem Hänger am Haken ging es dann auf die Reise nach Hause. Zwischenziel bei einem Bekannten in der Nähe von Schleswig. Da habe ich dann einen Tag angehängt, denn Zeit hatte ich und das Wetter war dort auch deutlich besser als im Norden von Dänemark.

Freitag ging es nach dem Frühstück los. Tanken war deutlich günstiger als in Dänemark und dann war ich wegen einiger Staus dann eine ganze Weile unterwegs.

In der Nähe von Soltau habe ich bei Miss Pepper Mittagspause gemacht, getankt und dann entspannt weiter gefahren und erst gegen 21 Uhr zuhause angekommen.

Jetzt bin ich dabei alles auszuräumen, Wäsche zu waschen und den Wohnwagen wieder auf die nächste Reise vorzubereiten. Insgesamt war ich dieses mal nur 2700km unterwegs, hatte mehr Ruhezeiten eingeplant und keinen Road Trip wie in den letzten Urlauben.