Iridium Flare

on

Am Montag Abend auf dem Weg von der Arbeit nach Hause habe ich den Abendhimmel genossen. Die Blaue Stunde, also die Zeit zwischen Tag und Abend, wenn der Erdschatten so langsam von Osten herankriecht und der Himmel alle Farben von dunkel Graublau über Eisblau bis leuchtend Orange hat. Sirius leuchtete als einziger Stern am Himmel und die wenigen Flugzeuge waren nicht leuchtend hell wie am Tag sondern schon dunkel und auch die Kondensstreifen hatten diese graublaue Färbung.

Es ist schwer, diese Stimmung in Worte zu fassen, wenn man es selbst nicht bewusst erlebt hat – aber eine der schönsten Zeiten des Tages. Ich habe also die Flugzeuge beobachtet und mit einem Mal leuchtet am Himmel ein Stern klar, hell und deutlich auf, bewegt sich langsam und verblasst dann wieder. Mein erster Blick nach diesem Schauspiel ging zur Uhr, damit ich dann später nachschauen konnte was es war.

Der erste Gedanke war ein Iridium Flare, der zweite – hat vielleicht an der ISS etwas so hell reflektiert. Um sicherzugehen habe ich auf der Seite von Heavens Above nachgeschaut und konnte meinen ersten Gedanken bestätigen. Ein Flare mit einer Helligkeit von -4 mag also mal was richtig helles.

Kurz bevor ich dann zuhause war und nachschauen konnte habe ich noch Betageuze und Rigel am Himmel entdeckt. Es war aber noch so hell, dass ich eine Weile gebraucht habe, um sie zu finden – ich habe sie förmlich angestarrt, bevor ich sie gesehen habe. Ein Stern, von dem man weiß dass er da ist, wo er ist, aber er ist einfach noch nicht so hell, dass er sich vom Abendhimmel abhebt.

Mal schauen was die nächsten Nächte noch so bringen…

Kommentar verfassen